Call us toll free: +49 176.32 46 06 34
Top notch Multipurpose WordPress Theme!

Wohlstand für alle! Ah ne, doch nicht.

Jun
22

Wohlstand für alle! Ah ne, doch nicht.

Von Anbeginn der menschlichen Evolution ist der angestrebte Wohlstand zunächst ein Antrieb für uns, aus unserer Komfortzone heraus zu gehen und tatsächlich etwas dafür zu tun.

Güter, die von uns begehrt werden, weil sie einen Mehrwert für uns schaffen, weil sie unseren Lebensstil erleichtern oder verschönern im ursprünglichen sogar Güter, die unser Überleben sichern – alle diese Dinge sind der Grund, weshalb Menschen etwas erfinden, entwickeln, optimieren.

Per se also eine extrem gute Grundgegebenheit.

Warum finden wir uns dann aber in einer Welt wieder, die voller ungerechter Verteilung ist, in Krieg, Gewalt, Leid und Unglück?

Soziopsychologisch betrachtet lässt sich diese Frage beantworten: weil der Mensch tendenziell egozentrisch ist. In seinem Wahn nach eigenem Wohlstand und der unbegrenzten Gier danach blendet der Mensch oft Konsequenzen seiner Entscheidungen und Handlungen für seine Umwelt völlig aus.

Er gibt sich dem Wahn hin, diesen besseren Status für sich zu erlangen, ohne Rücksicht auf das große Ganze. Was mit seinem Umfeld passiert, ist ihm kurz um EGAL.

Wer von uns kennt dieses Verhaltensmuster nicht? Ja, jeder, mich selbst eingeschlossen, handelt so. Ein Beispiel: Unsere Wirtschaft investiert eine Menge Geld in Werbung, damit wir Menschen immer auf dem neusten Stand sind, was wir als nächstes konsumieren müssen. Kaum hat man es angeschafft, erfreut man sich auch daran. Aber wie lange hält diese Freude? Exakt bis zum nächsten Begehr! Im Durchschnitt nicht länger und nicht kürzer.

Entwicklungen sind sensationell, verstehen Sie mich nicht falsch. Was ich kritisiere ist die Art und Weise, wie wir Menschen damit leben.

Wie oft fragt sich denn unsere Gesellschaft, in der Zeit des Leasings und der Finanzierung, ob wir die begehrten materiellen Dinge tatsächlich brauchen? Wie viele Konzerne konzipieren Produkte bewusst für eine kürzere Haltbarkeit? Wie glücklich machen uns diese profitgesteuerten Ansichten denn tatsächlich?

Haben auch Sie sich mal gefragt, weshalb Menschen in armen Ländern nach Umfragen wesentlich mehr Glück und Sinn in Ihrem Leben empfinden? Was war Ihre Antwort?

Wissenschaftler stellten fest, dass Menschen in ärmeren Ländern religiöser sind und schließen, dass das die Ursache für deren höhere Glücks-Empfindung ist.

Nun lesen Sie ja mein Kopfkino und deswegen schreibe ich nun, dass Religion nicht die Ursache sein kann. Es gibt auch in westlichen Ländern genügend stark gläubige Menschen, die empfinden aber auch nicht zwangsläufig mehr Glück und Sinn.

Es ist deren Perspektive auf die Dinge! Egal, welche Religion man auslebt, jede hat eine Gemeinsamkeit: Demut.

Aus der Demut entwickelt sich zwangsläufig Dankbarkeit. So ist die Wertschätzung der Dinge, die man bereits in seinem Leben hat, der wahre Grund für ein höheres Glücksempfinden.

Ergo zählt nicht die Sicht auf künftigen Wohlstand, sondern die auf den Aktuellen!

Nun denken Sie sicherlich, dass das zum Verbleib in der Komfortzone motiviert. Mitnichten!

Es zwingt nur den Menschen zur Besinnung auf tatsächlich wesentliche Dinge und somit zum Fokus, welche weitere mögliche Konsequenzen seine Handlungen zur Folgen haben.

 

Bildnachweis: photodune/jorgosphotos

About the Author:

Related Posts

Sorry, the comment form is closed at this time.

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.