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Ego ist geil??!

by Hermine Bernhardt in Allgemein Comments: 0

In unterschiedlichsten Lebensbereichen stößt man immer wieder auf sein, ein, oder jemandes Ego. Diese Begegnungen sind immer wieder interessant und ähneln dennoch den selben Mustern. Es ist wie ein Naturgesetz. Daher fragte ich mich vor einigen Jahren schon: Ist Egoismus in seiner Grundgegebenheit eigentlich gut oder schlecht?


Ein egozentrischer Mensch verrät sich oft an vielen Verhaltensmustern, selbstverständlich nur an den Verhaltensmustern – schließlich gibt kaum einer offen zu, ein egozentrischer Mensch zu sein. Diese Muster sind uns allen immer sehr gut bekannt: also die Situationen wo der andere sich selbst am nächsten steht. In denen wir das Gefühl haben, es geht in keiner Weise um unsere eigene Person innerhalb einer zwischenmenschlichen Beziehung. Die wohl bekannte Waagschale auf der anderen Seite überwiegt ganz klar. 
Bis zu diesem Punkt erscheint alles auch sehr einfach.
Nun setzt aber der eigne Bezug ein: Warum denkt derjenige nicht auch mal an mich? Schätzt derjenige mich gar nicht? Das sind meist die nächsten Gedanken. Aber genau jene verleiten uns oft zu den falschen Schlussfolgerungen. Warum?


Egozentrik hat nichts mit uns zu tun. Die Ursachen und Gründe für egozentrisches Verhalten sind enorm vielschichtig und, aus meiner Beobachtung, eine Form der Kompensation des Egoisten. 
Viel wichtiger ist aber auch, dass Egoisten oft nicht bewusst nach diesem Verhaltensmuster leben. Sie tun es meistens wirklich nicht mit Absicht. Viel eher ist es so, dass deren innerer Drang, selbst zu kurz bei etwas zu kommen, überwiegt. In deren Vergangenheit, interessanterweise oft in deren Kindheit, sind ihnen ähnliche Situationen widerfahren, welche sie aber nicht verändern konnten und in der passiven Rolle bleiben mussten. Dies darf sich viele Jahre, nachdem man als Erwachsener “volle Kontrolle” über sein Leben hat, auf keinen Fall wiederholen. Zu tief sitzen die emotionalen Verletzungen. Somit entsteht das Muster, ehe ich wieder leer ausgehe – bin ich schneller und aktiver. Kurz: Das lasse ich nicht erneut zu.


Und wo steckt nun das Gegenüber in dieser Denke? – nirgends, genau das ist es ja.
Ich persönlich bin ein Buddhismus-Fan. Denn ein leitender Ansatz begegnet mir immer wieder: die goldene Mitte. 
Egoismus ist wichtig, denn er repräsentiert in verschiedenen Situationen, dass wir für uns selbst einstehen. Dass wir uns selbst etwas wert sind. Da wir Menschen allerdings auch nicht für die Einsamkeit konzipiert sind, versteht es sich, dass ein permanenter Ego-Gedanke zwar dem Egoisten gut tut, nur dem direkten Umfeld nicht. 
Vereinzelte egoistische Handlungsweisen sind also mehr als gut, denn sie zeigen, dass jener Mensch einen Wert für sich selbst definiert hat (treffe leider nicht so viele dieser Sorte….)
Die eigene Wertschätzung ist ein konkreter Grundstein für unsere Erfolge. Warum, könnte man sich nun auch fragen. Wenn Sie sich das tatsächlich gerade gefragt haben, lesen Sie gerne weiter. Falls nicht, gehen die Lichter langsam an und der Abspann läuft vor Ihren Augen. Ich wünsche Ihnen eine gute Heimreise! 

Warum also. Nun, es gibt kaum eine Situation, in der man selbst nicht etwas verkauft. Ja, verkauft.
Meine Meinung, mein Outfit, meine Person, meine Arbeit, meine Produkte. All das hat bekannterweise auch seinen Preis. Und verwechseln Sie das nun bitte nicht mit der “Geiz ist Geil”- Mentalität. Denn keiner will etwas Billiges und ist stolz darauf (Schnäppchen jagen ist hier etwas völlig anderes). 
Und nun frage ich Sie, wenn Sie der Verkäufer sind und können den Preis nicht nennen, den Sie haben wollen. Wie zufrieden sind Sie, mit dem was Sie dann vom Käufer vorgeschlagen bekommen?
Und schon ist es nicht mehr so geil….


Und wie definiert man nun aber seinen Wert (irrelevant, wofür)? Was sagen Sie?

Bildnachweis: Hermine Bernhardt

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